Das Projekt
The Project
MyBlumenInsel ist ein Gartenexperiment im öffentlichen Raum. In den 1950er-Jahren war diese Insel ein Parkplatz.
MyBlumenInsel is a public garden experiment. In the 1950s, this island was a parking lot.

Die Natur hat getan, was sie am besten kann, und sich den Platz zurückgeholt – sie wuchs in den Rissen des Asphalts, bis sie ihn schließlich vollständig überwucherte. Effektiv, aber nicht besonders hübsch.
Nature did what it does best and reclaimed the space, growing in the cracks of the asphalt until it took over completely — effective, but not exactly pretty.
MyBlumenInsel ist ein Gartenexperiment im öffentlichen Raum.
MyBlumenInsel is a public garden experiment.

In den 1950er-Jahren war diese Insel ein Parkplatz.
In the 1950s, this island was a parking lot.

Bis 1999 hatte die Natur sie sich zurückgeholt.
By 1999, Nature had reclaimed it.
Effektiv,
aber nicht besonders hübsch.
Effective,
but not exactly pretty.
Das wollen wir ändern, indem wir einen mehrjährigen Garten nach ein paar Leitideen anlegen.
Gütige Vernachlässigung
Das bedeutet, den Garten so zu gestalten, als würde sich niemand um ihn kümmern – im Grunde: Design für die eigene Überflüssigkeit. Dafür wählen wir Pflanzen, die sich nicht leicht ausbreiten oder zu groß werden, nicht in die Straße hineinwachsen, leicht auszugraben sind und wenig Pflege oder Wasser brauchen.
Naturnahes Gärtnern
Das kann heimische Arten bedeuten, aber vor allem bedeutetnaturnahes Gärtnern, für die vorhandenen Bedingungen zu pflanzen, statt die Bedingungen mit Bewässerung an die Pflanzen anzupassen.
Für die BlumenInsel heißt das: Pflanzen, die mit sehr wenig Wasser, voller Sonne, intensiver Hitze, steinigem Boden, ohne Dünger und starken Windböen zurechtkommen – und dabei trotzdem gut aussehen.
Begrünung der Nachbarschaft
Viele der Pflanzen, die wir auswählen, säen sich selbst aus, das heißt, sie erzeugen ganz von selbst neue Pflanzen. Andere lassen sich leicht teilen, wenn sie zu groß werden.
Der Plan ist, Pflanzen weiterzugeben, damit Nachbar*innen, die ihre eigene Mikro-BlumenInsel anlegen, mit Pflanzen starten können, die unter den lokalen Bedingungen gedeihen.
Freude
Diese größeren Konzepte sind schön und gut, aber der beste Grund, so ein Projekt zu machen, ist Freude. Die meisten von uns, die in der Stadt leben, bekommen selten die Chance, die Hände in die Erde zu stecken oder einen ausgewachsenen, mehrjährigen Garten mit all den Bienen, Schmetterlingen und Vögeln mit aufzubauen. Hier haben wir diese Chance.
Los geht's! 💪
We're aiming to change that by planting a perennial garden guided by a few key ideas.
Benign neglect
This means designing the garden as if no one will be looking after it — essentially, designing for obsolescence. To do that, we choose plants that don't spread easily or grow too big, won't spread into the street, are easy to dig up and need little maintenance or water.
Natural gardening
This can mean native species, but more than that, natural gardening means planting for the conditions that exist rather than using irrigation to bend the conditions to the plants.
For the BlumenInsel, that means plants that can handle very little water, full sun, intense heat, rocky soil, no fertilizer, and big gusts of wind — and still look good.
Neighbourhood regreening
Many of the plants we're choosing are self-seeding, meaning they'll generate new plants all on their own. Others can easily be divided when they get too big.
The plan is to distribute plants, so that neighbours creating their own micro-BlumenInsel can start with plants that thrive in local conditions.
Joy
These bigger concepts are nice, but the best reason to carry out a project like this is joy. Most of us living in the city don't get a chance to put our hands in the earth or help build a mature, perennial garden with all the bees, butterflies, and birds that go with it. Here, we have that chance.
Los geht's! 💪
▸Wer arbeitet an diesem Projekt mit?Who is working on this project?
MyBlumenInsel wurde von mir, Marcia Adair, 2021 mit sechzehn Lavendelpflanzen gegründet. Die Idee war damals, mitten in der Stadt ein Lavendelfeld anzulegen.
Als ich 2026 wieder angefangen habe, an dem Garten zu arbeiten, wollte ich ein Experiment mit trockenheitsresistenten Pflanzen machen. Ich war bereit, das allein zu tun. Aber zu meiner Überraschung (und Freude) habe ich festgestellt, dass Nachbar*innen mithelfen.
Manche haben beim Vorbeigehen Müll aus dem Garten aufgesammelt, jemand hat Mulch von seinem Hof mitgebracht, manche haben ihre Biotonne herübergerollt und beim Entsorgen geholfen. Hundebesitzer*innen achten darauf, dass ihre Hunde nicht in den Beeten graben. Es war wunderbar zu sehen, wie viel Wirkung viele kleine Schritte haben können.
Am schönsten ist, wie viele Menschen vorbeigekommen sind, um zu plaudern, oder vom Fahrrad aus Hallo gerufen haben. Es war eine Freude, euch alle kennenzulernen.
Die ehrliche Antwort auf die Frage, wer an diesem Projekt mitarbeitet, lautet also: wir alle. Jede*r auf ihre eigene Art. Besser hätte ich es nicht planen können.
MyBlumenInsel was started by me, Marcia Adair, with sixteen lavender plants in 2021. The idea then was to have a lavender field in the middle of the city.
When I started working on the garden again in 2026, I wanted to do an experiment with drought-resistant plants. I was happy to do this alone. But much to my surprise (and delight), I discovered that neighbours were helping.
Some cleaned up litter when they walked through the garden, someone brought mulch from their farm, some wheeled their Biotonne over and helped clear the waste. Dog owners have made sure their dogs don't dig in the beds. It's been inspiring to see how much of an impact a lot of small steps can have.
The best part is the number of people who have come over to chat, or shouted hello from their bikes. It has been a joy getting to know you all.
So the real answer to who is working on this project is all of us. Each in our own way. I couldn't have planned it better.
▸Wo ist die BlumenInsel?Where is My BlumenInsel?
Die BlumenInsel liegt auf einer Verkehrsinsel an der Kempener Straße in Köln-Nippes.
The BlumenInsel is on a traffic island on Kempener Straße in Köln-Nippes.
▸Wie wird das Projekt finanziert?How is the project being funded?
Anfangs wurde das Projekt privat finanziert. Im September begannen Nachbar*innen, das Projekt zu unterstützen – eine wunderbare Überraschung. Das bedeutet, wir können die Infrastruktur schneller aufbauen und größere Pflanzen kaufen.
At first the project was privately funded. In September, neighbours started to support the project, which was a wonderful surprise. This means we can build infrastructure faster and buy larger plants.
▸Was wir bisher gemacht habenWhat we've done so far
Diesen Sommer lag der Fokus darauf, die Bedingungen des Gartens zu verstehen – wo die Sonne hinfällt, wie gut der Boden Wasser hält, wie viel zusätzliches Wasser wir brauchten. Und auf dem Aufbau der Garteninfrastruktur.
Bisher haben wir:
- 75 % der Asphaltfläche im Rahmen der Entsiegelung entfernt
- 1.000 L Mulch verwendet, um 50 % der Insel einzufassen und 75 % der Wege abzustecken
- 3.000 L Oberboden aufgebracht, um den vorhandenen Löß anzureichern
- die Drainage zwischen Oberboden und Löß verbessert, damit die tiefen Baumwurzeln an Wasser kommen
- mehr als 200 m Wurzeln des invasiven Götterbaums entfernt
- ein paar Gräser und Sträucher gepflanzt
- begonnen, die Beete so zu modellieren, dass sie Regenwasser besser speichern
- den wilden Hundsrosenstrauch, der die Sichtachsen für den Verkehr blockierte, stark zurückgeschnitten
- Grasmatten entfernt, die verhinderten, dass Wasser den darunterliegenden Boden erreicht
This summer the focus was on figuring out the garden's conditions — where the sun falls, how well the soil held water, how much supplemental water we needed. And on building garden infrastructure.
So far we've:
- Removed 75% of the asphalt as part of the Entsiegelung (de-sealing) process
- Used 1,000L of mulch to edge 50% of the island and map out 75% of the paths
- Laid 3,000L of topsoil to enrich the existing loess
- Improved drainage between the topsoil and loess, so the deep tree roots can access water
- Removed more than 200m of roots from the invasive Tree of Heaven
- Planted some grasses and shrubs
- Started grading the beds to better conserve rainwater
- Hard-pruned the wild rosehip bush that was blocking traffic sightlines
- Removed mats of grass that were stopping water from reaching the soil underneath
▸Was als Nächstes anstehtWhat we're planning
Da dieser Garten ein Experiment ist, entwickelt er sich iterativ. Das heißt, die Pläne ändern sich, je mehr wir lernen. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die wir über Winter und Frühling ergänzen möchten, bevor die Pflanzen richtig loslegen.
Swales und Ollas
Es ist keine Bewässerung geplant, deshalb bauen wirSwales und experimentieren mit Ollas, um Wasser effizienter zu nutzen.
Zwei Hochbeete bauen
- Sträßje – Schnittblumen, damit Nachbar*innen ein Stück Garten mit nach Hause nehmen können
- mitBuddeln – ein Platz, an dem Nachbar*innen selbst etwas pflanzen können
Genehmigung der Stadt Köln einholen für:Sitzgelegenheiten, Beeteinfassungen, Wasserelemente.
Since this garden is an experiment, it's developed iteratively. That means plans change as we learn more. That said, there are a few things we'd like to add through the winter and spring before the plants really take off.
Swales and ollas
No irrigation is planned, so we'll be building swales and experimenting with ollas to use water more efficiently.
Building two raised beds
- Sträßje — flowers grown for cutting, so neighbours can take a bit of the garden home
- mitBuddeln — a space for neighbours to plant something themselves
Get Stadt Köln permission for:places to sit, edging for the beds, water features.